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Klaas Meints aus Smilde in den Niederlanden wurde vor einigen Jahren darum gebeten, einen Blick auf ein Projekt in der Ukraine zu werfen. Inzwischen hat er den Ackerbaubetrieb ‘Adama‘ schon acht Mal besucht. Dieses Projekt, das in Zusammenarbeit mit ‚Stichting World Partners‘, einer Organisation, die Geschäftssinn mit einem guten Zweck verbindet, aufgerichtet wurde, hat ihn seitdem nicht mehr losgelassen. Wer ist dieser 76-jährige Mann und was zieht ihn in die Ukraine?
Klaas erzählt: ‘Ich bin in Smilde aufgewachsen und dort habe ich auch mein ganzes Leben lang gewohnt. Als ich 13 Jahre alt war, ging ich zur Landwirtschaftsschule. Das war im Herbst 1945. Die Landwirtschaftsschule war nur in den Wintermonaten geöffnet. Den Rest des Jahres half ich meinem Vater und in meiner freien Zeit bei Familie in der Landwirtschaft. Ich musste wohl helfen, denn mein einer Bruder war in Indien und mein anderer Bruder war auch im Militärdienst. Ich interessierte mich schon als Junge für das Ausland. Im Militärdienst wollte ich nach Suriname, doch mein Vater erlaubte das nicht. Nach dem Militärdienst wollte ich nach Kanada auswandern, doch mein Vater erlaubte auch das nicht. Er hatte schon einen Sohn in den niederländisch-indischen Kolonien, ich wurde auf dem Betrieb gebraucht. Ich denke, das mein Interesse für das Ausland schon in der Schulzeit entstand. Als Kind sammelte ich Geld ein für die Mission. Ich hörte davon in der Schule und in der Kirche und habe auch immer in den Missionsblättchen gelesen.‘ In seinem Arbeitsleben hatte Klaas zunächst einen Lohnbetrieb und später einen Ackerbaubetrieb. Er hatte vor, zu einem späteren Zeitpunkt mit seiner Frau zu reisen und Menschen mit landwirtschaftlicher Beratung zu helfen. Seine Frau starb jedoch und aus dem gemeinsamen Reisen wurde leider nichts mehr. Klaas ist wohl nach Weiß-Russland gegangen, jedoch im Auftrag einer Zeitschrift für das ländliche Gebiet. In Weiß-Russland hat er diverse Projekte betreut. Ost-Europa ist also nicht ganz neu für ihn.
Was ist sein Eindruck van der Ukraine? ‘Es gibt hier viele Möglichkeiten und es gibt viel zu tun. Die Ukrainer müssen wachgeschüttelt werden. Die meisten durften in der Sowjetzeit nicht selbst nachdenken und das wirkt sich auch heute noch aus. Man muss den Menschen zeigen, das es auch anders geht. Darum ist es gut, das Niederländer in diesem Projekt engagiert sind, die ihr Fachwissen einbringen können. Dafür wird jedoch Geld benötigt und das ist nicht immer leicht zusammen zu kriegen.‘ Der Ackerbaubetrieb ‘Adama' formt die Basis des Projekts Volinsk, das auch ein Rehabilitationszentrum und ein Waisenhaus umfasst. Klaas erzählt weiter: ‘Was ich an diesem Projekt so gut finde ist, das der Ackerbaubetrieb nicht nur Arbeitsplätze schafft, sondern darüber hinaus auch gemeinnützige Projekte in der Umgebung unterstützt: Sie versorgen ein Waisenhaus mit Lebensmitteln und bieten dem Rehabilitationszentrum für suchtkranke Menschen Lebensmittel und Beschäftigungsmöglichkeiten. Im September 2008 hat das Projekt einen neuen Impuls bekommen, das gibt mir wohl Vertrauen. Was jedoch noch mehr Aufmerksamkeit braucht ist die Mittelwerbung. Man braucht keine Reichtümer, davon wird man leicht übermütig. Doch es müssen wohl ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, um investieren zu können und den Betrieb in Gang zu bringen und zu halten.‘
Was möchte Klaas den Menschen mitteilen, die noch nicht in diesem Projekt engagiert sind? Klaas: ‚Es geht mir nicht um die Ehre, an meinem Grab brauchen die Menschen nichts Gutes über mich zu erzählen. Ich will es lieber jetzt sagen: Ich will Menschen dazu aufrufen, um in der Ukraine mit einem finanziellen Beitrag zu helfen. Damit hilft man den Mitmenschen und somit der Gesellschaft. Ich persönlich bin der Meinung, das man als Mensch den Auftrag hat, für den anderen zu leben; nur auf die Weise kann man selbst auch leben.‘
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