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„Eine unabhängige Einrichtung mit kompetenten Wissenschaftlern soll die Wirksamkeit der Entwicklungshilfe beurteilen." sagte ein niederländischer Parlamentarier der liberalen Partei vor einigen Monaten. Warum schlug er dies vor? Wollte er die Effektivität der Entwicklungshilfe verbessern oder war es sein Anliegen, die Hilfe aufgrund mangelnder Erfolge abzuschaffen? Lassen Sie uns die Situation etwas detaillierter betrachten:
Wenn man dem Parlamentarier Glauben schenkt, stellen immer mehr Menschen den Sinn und die Wirksamkeit von Entwicklungshilfe in Frage. Der Parlamentarier suggeriert, daß Entwicklungshilfe die Probleme nicht löst und dass die Erfolge nicht messbar sind. Tatsächlich jedoch machen die Entwicklungshilfeorganisationen bei der Messung und Vergleichbarmachung ihrer Arbeitsergebnisse einen sehr guten Job. Dies zeigt ein detaillierter Blick auf den Sachverhalt. Der Parlamentarier bezieht sich auf eine unabhängige wissenschaftlice Studie wonach 20% der Entwicklungshilfeprojekte erfolglos seien. Das klingt dramatisch; wenn man dies jedoch mit anderen subventionierten Sektoren vergleicht, ist dieses Ergebnis ziemlich erfolgreich. Beispielsweise scheitern 75% aller Innovationsprojekte. Wenn der Parlamentarier wirklich die Welt verbessern möchte, vielleicht könnte er sich für die Abschaffung des Protektionismus, oder den exzessiven Verbrauch von Rohstoffen oder die Abschaffung des Mißbrauches menschlicher Arbeit in Entwicklungsländern einsetzen. Oder, um es noch etwas direkter auf den Punkt zu bringen: Warum nicht mal einen Blick auf die bindende Voraussetzungen wefen, wonach Entwicklungshilfe nur unter der Prämisse geleistet wird, dass die aufgebrachten Mittel für Produkte des Geberlandes verwendet werden müssen? Einige Studien belegen, dass von jedem Dollar der in den USA für Entwicklungshilfe aufgebracht wird 86 Cent das Land nie verlassen oder aber über Handelsaktivitäten oder andere Transferleistungen wieder nach Amerika zurückfließen
(Quelle: http://www.actionaid.org.uk/doc_lib/69_1_real_aid.pdf)
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