Arbeiten in der Nussknackabteilung...
Das World Partners-Projekt in Chakama im Süden Tansanias ist fertig. In Zusammenarbeit mit der lokalen Bauerngenossenschaft wurde eine Cashewnuss-Verarbeitungsfabrik errichtet. Bau und Installation der Geräte erfolgten fast vollständig durch die Menschen vor Ort. Alle Steine, die für die vier Gebäude nötig waren, wurden von der lokalen Bevölkerung in der Sonne gebrannt. Dies allein war bereits ein Beschäftigungsprojekt.
Im Durchschnitt arbeiten derzeit 30 Personen in der Fabrik. Diese Anzahl soll schrittweise auf mindestens 70 Personen erhöht werden. Mit zwei Frauen, die in der Nussknackabteilung arbeiten, habe ich ein kurzes Gespräch geführt. Claudia ist sehr froh über die Arbeit in der Fabrik. Sie kann nun genug Essen für sich und ihre drei Kinder zwischen 9 und 13 Jahren kaufen. Sie hofft, dass bald zumindest eines der Kinder eine weiterführende Schule besuchen kann, weil sie nun Geld verdient. Grace unterbricht ihre Arbeit nicht, um ein paar Fragen zu beantworten, sie arbeitet lieber weiter, während sie spricht. Grace hat eine vierjährige Tochter und ist geschieden. Sie ist sehr froh, dass sie arbeiten kann, denn nun kann sie Essen und Kleider kaufen. Grace ist derzeit die schnellste der Frauen in der Knackabteilung. Sie verarbeitet 64 Kilo rohe Nüsse pro Tag.
Die Fabrik erzeugt die von ihr benötigte Energie selbst. Der Dampf, der benötigt wird, um die Cashewschalen weich zu machen, entsteht durch Verbrennung der ausgelösten Schalen unter einem Dampfkessel. Der Strom, der darüber hinaus für Licht, Computer etc. benötigt wird, wird aus Sonnenenergie gewonnen. Außerdem werden wir für jeden Haushalt ein Telefonladegerät und eine kleine Lampe, die mit Sonnenenergie funktionieren, liefern. Das bietet den Menschen etwas Komfort. Im Dorf selbst gibt es nämlich keinen Strom. Das können wir uns in Europa gar nicht vorstellen. Ohne Strom könnte unsere Gesellschaft nicht existieren. Dafür ist der Sternenhimmel nachts natürlich viel schöner ohne künstliches Licht überall. Erst dann sieht man, wie viele Sterne es gibt, und wird sich seiner eigenen Winzigkeit bewusst.
Dieses Projekt gibt Menschen Arbeit und damit wieder neue
Hoffnung für die Zukunft!
Hans Hamoen
Vorsitzender
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